Arbeitszeitkonto / AZK

Was ist ein Arbeitszeitkonto?

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Ein Arbeitszeitkonto (AZK) ist ein Modell, mit dem die Arbeitszeit flexibilisiert werden kann. Ein Arbeitszeitkonto dient dazu, die im Arbeits- oder Tarifvertrag festgelegte Soll-Arbeitszeit des Arbeitnehmers mit der Ist-Arbeitszeit zu saldieren, die tatsächlich geleistet wurde. Das Zeitkonto erfasst also die Differenz zwischen Soll- und Ist-Arbeitszeit. Dies gibt dem Mitarbeiter die Möglichkeit, positive Salden oder Zeitguthaben aufzubauen, wenn seine tatsächliche Arbeitszeit die vereinbarte Arbeitszeit überschreitet. Unterschreitet er die vertraglich geregelte Arbeitszeit, gibt es weniger Stunden oder Zeitschulden, die er ausgleichen muss. Positive oder negative Salden müssen innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ausgeglichen werden.

Die Erfassung der geleisteten Arbeitsstunden kann z. B. über ein Zeiterfassungsterminal erfolgen. Auftragsspitzen können dazu führen, dass mehr Arbeitszeit investiert werden muss, während Auftragseinbrüche oft mit einer Arbeitszeitverkürzung verbunden sind. Auf Unternehmensseite könnte durch Arbeitszeitkonten ein höheres Maß an Flexibilität erreicht werden, um z.B. saisonale Schwankungen auszugleichen, ohne den Personalbestand anpassen zu müssen. Auch auf Arbeitnehmerseite bringt die Arbeitszeitabrechnung mehr Flexibilität. Flexible Arbeitszeitmodelle bieten Mitarbeitern die Möglichkeit, die Vereinbarkeit verschiedener Lebensbereiche besser aufeinander abzustimmen. Dies kann zu einer guten Work-Life-Balance beitragen. Bei der Einstellung von Mitarbeitern kann die Gleitzeit ein Vorteil und ein Plus für die Marke des Arbeitgebers sein.

Arten von Arbeitszeitkonten

Sollen die Zeitguthaben oder -schulden kurzfristig beglichen werden, handelt es sich um ein Kurzzeitkonto. Dieser ist in der Regel innerhalb eines Jahres auszugleichen. Mittels eines Langzeitkontos können Beschäftigte ihr Zeitguthaben langfristig ansparen.

Dies geschieht z. B. um eine längere Arbeitspause einzulegen und das sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnis aufrechtzuerhalten.

Verschiedene Arten von Arbeitszeitkonten:

  • Gleitzeitkonto: Das Gleitzeitkonto ist die häufigste Form des Arbeitszeitkontos in deutschen Unternehmen. Die Ist-Arbeitszeit wird täglich erfasst und mit der Soll-Arbeitszeit verglichen. Die Differenz wird dann angezeigt und kann in der Regel für den aktuellen Tag oder als kumulierter Wert wiederhergestellt werden. Die Gleitzeitrechnung muss in der Regel am Monatsende beglichen werden oder oft kann eine feste Stundenzahl auf den nächsten Monat übertragen werden.
  • Jahresarbeitszeitkonto: Mitarbeiter können auf dem Jahresarbeitszeitkonto weitere Stunden ansammeln. In Zeiten guter Auslastung können Mitarbeiter Stunden ansammeln und in Zeiten geringer Auslastung können Mitarbeiter Stunden reduzieren. So können Unternehmen auf Auftragsschwankungen reagieren und müssen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dem Personalstamm nicht verringern.
  • Langzeitkonto: Mitarbeiter können auf einem Langzeitkonto Zeitguthaben für einen längeren Zeitraum ansparen. Diese Zeitgutschriften können dann z. B. für Langzeiturlaub, Kinderbetreuungszeiten oder Vorruhestand genutzt werden. Bei allen Formen der Zeitabrechnung ist zu beachten, dass es Regelungen für den Stundenausgleich geben muss und dass Zeitguthaben im Falle eines Konkurses des Unternehmens gewährleistet sein müssen.

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